operasilens

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Zur Geschichte

Das Musiktheater opera silens beginnt seine Arbeit 1995 im Umfeld einiger experimenteller Musiktheaterprojekte des Hamburger Regiestudiengangs sowie des Kampnagel-Festivals Junge Hunde unter der Intendanz Res Bossharts. opera silens unternimmt in jener Zeit den Versuch, freie Arbeitsweisen im Genre des Musiktheaters zu erproben und zu versuchen, zu den künstlerisch und institutionell höchst innovativ arbeitenden Personen und Gruppen in den Bereichen Tanz und Sprechtheater aufzuschließen.Von 1996 bis 2000 etabliert sich die opera silens mit mehreren Erik-Satie-Projekten sowie einem Satie-Festival in Hamburg. Zum Gründungsteam gehören Ulrike Bartusch (Gesang), Wobine Bosch (Tanz), Tomek Nowicki, Patricia Tiedtke (Schauspiel), Jochen Neurath (Komposition und musikalische Leitung), Hans-Jörg Kapp (Regie), Christian Wiehle (Bühne), Irène Favre de Lucascaz (Kostüme) sowie Torsten Beyer (Dramaturgie). Die Satie-Projekte gastieren in Stockholm und Kiel; von Anfang an unterstützt der Verein Gesellschaft für Großbeträge e. V. die Aktivitäten der opera silens.

  • 2001 erprobt die opera silens mit acqua acqua acqua acqua in Form einer großen Kampnagel-Produktion und auf der Basis von Claudio Monteverdis achtem Madrigalbuch einen aktuellen Zugang zur Barockoper. Noch im gleichen Jahr folgte die Kampnagel-Produktion in Earth, die auf barocken Lamentoformen von Purcell und Bach basiert. Die opera silens experimentiert in jener Zeit mit neuen personellen Konstellationen.Von 2002 bis 2004 entstanden keine opera-silens-Inszenierungen. Die meisten Teammitglieder sind in diesen Jahren außerhalb Hamburgs tätig wie etwa bei der Münchener Biennale, dem Theater Meiningen, den städtischen Bühnen Krefeld, dem Stuttgarter Festival Eclat, dem Theater Basel, der Staatsoper Hannover sowie der Volksbühne in Berlin.Im Sommer 2005 entsteht in der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper die opera-silens-Produktion Räuber von Johannes Harneit nach einen Roman von Robert Walser. Mit diesem Projekt beginnt die opera silens eine Phase der Kollaboration mit zeitgenössische KomponistInnen.Einen tiefen Einschnitt in der Projektgeschichte stellt der Tod Torsten Beyers im Dezember 2005 dar, der als Dramaturg die Arbeit der opera silens maßgeblich mit bestimmt und der darüber hinaus etwa als Mitbegründer des Dachverbands der freien Theaterschaffenden Hamburgs ein wichtiger Impulsgeber für die Freie Szene in Hamburg ist.2006 entsteht im Galionsfigurenraum des Altonaer Museums die performative Musik-Raum-Installation see my songs in Kooperation mit der Wiener Lichtkünstlerin Stefanie Wilhelm nach Musik von Vadim Karassikov und Jochen Neurath.Zum zehnjährigen Jubiläum im Jahr 2007 veranstaltet opera silens das Festival noch hörbar! mit einer Wiederaufnahme von see my songs in der Opera stabile der Hamburgischen Staatsoper sowie weiteren Veranstaltungen im Westwerk und in der Pony Bar.2008 entsteht in Koproduktion mit der Theaterakademie Hamburg die Inszenierung gehen nach Thomas Bernhard mit Musik von Fredrik Schwenk, die im Frühjahr 2009 in den Gasteig in München eingeladen wird. Mit dem neuen Leitungsteam Hans-Jörg Kapp (Regie), Judith Schneiberg (Dramaturgie) und Thomas Schmölz (Management) entwickelt opera silens derzeit das Stück NEUROVISIONS - LIEDER VOM GEWINN, das im Januar 2010 auf Kampnagel gezeigt wird.